Dorfplatz Latz

Latz

Die Parzelle Latz liegt auf 690 m Meereshöhe in geschützter Lage am Ostufer des Galinabaches. Der Name Latz kommt in den Alpen relativ häufig vor und bedeutet "Siedlung an einem Gewässer". Wann das erste Haus hier gebaut wurde, ist unbekannt. Neue Impulse ergaben sich durch den Zuzug der Walser im 13. und 14. Jhdt. Die "Lotzwiesa" auf der langgezogenen Hangterrasse zwischen Gampberg und dem Walgau bot mit ihren Weiden die landwirtschaftliche Existenzgrundlage der bäuerlichen Bevölkerung. Im Sommer wurde das Vieh auf die Alpe Gamp gebracht, sodass das Gras der Latzwiesen zur Heuernte für den Winter geschont werden konnte.

Die dortige Kapelle wurde um 1630 während der Pestzeit gebaut. Tatsächlich sollen die Bewohner von Latz von dieser Seuche, die in Nenzing Menschenleben kostete, verschont geblieben sein. St. Valentin und St. Magnus sind die beiden Kirchenpatrone. Im Jahre 2000 wurde die Kapelle restauriert.

In den letzten Jahren zog es viele Menschen aufgrund der hohen Wohnqualität nach Latz. Häuser und Wohnungen wurden gebaut und das Schulhaus zum Kindergarten umgestaltet.