Beschling

Beschling

Mit dem Brandopferplatz auf dem Scheibenstuhl, der ab ca. 1500 v. Chr. bis ins dritte Jahrhundert n. Chr. als Kultplatz in Verwendung stand, besitzt Beschling einen der bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes und darüber hinaus.

Erstmals erwähnt wird Beschling im Churrätischen Urbar von 842, in der der Ort Bassininga(s) genannt wird.
Die Kirche in Beschling beherbergt mit dem gotischen Flügelaltar von 1484 ein besonders wertvolles Kunstwerk. Die Kirchenpatrone waren St. Julius und St. Ulrich, St. Afra und Maria Magdalena. Sie stehen außer der letztgenannten auch als Figuren im Mittelpunkt des Altares. Die ebenfalls sehr wertvolle und österreichweit einzigartige Kassettendecke mit 14 bemalten Kassettenflächen aus dem 17. Jahrhundert stammt zum Teil vom Nenzinger Künstler Christian Lutz. Die Bruderschaft St. Julius und St. Ottilia aus dem 16. Jahrhundert existiert heute noch.

Die Beschlinger strebten seit jeher nach Eigenständigkeit gegenüber dem Dorf Nenzing. Dies gelang jedoch nur in Teilbereichen. So liegen die Nutzungsrechte für die Alpe Gamp mit den dazugehörenden Wäldern und Jagden bei den Beschlingern.
Auch die Gründung der Agrargemeinschaft Beschling-Latz im Jahre 1969 ist ein sichtbares Zeichen ihrer bürgerlichen Selbstverwaltung.