Kirche Nenzing

Pfarrkirche Nenzing


Die Nenzinger Pfarrkirche ist dem Hl. Mauritius geweiht. Er war ein römischer Heerführer, der zusammen mit seiner Legion den Märtyrertod starb. Sein Grab wird im nach ihm benannten Ort St. Maurice im Wallis verehrt.

Schon vor rund 1.400 Jahren stand auf dem Boden des jetzigen Gotteshauses die erste Kirche von Nenzing. Zirka 100 Jahre bevor der Hl. Kolumban in Bregenz seine Mission begann, gab es hier also bereits Christen. Bei den Ausgrabungen 1982-84 durch das Bundesdenkmalamt/Dr. Sydow wurden neben der ältesten Kirche des Landes auch mehrere Gräber entdeckt.

In einem davon fand man einen Ring aus dem Ende des 6. oder der Mitte des 7. Jahrhunderts. Alles deutet darauf hin, dass es sich um die Grabstätte einer der Stifterfamilien handelt. Der frühmittelalterliche Goldohrring mit 60 Kügelchen und einem Körbchen, das verloren ging, weist auf einen adeligen Stand hin. Bis 1633 wurden 11 verschiedene Bauphasen der Kirche festgestellt.

Beim großen Brand in Nenzing 1633 wurde auch die Kirche stark in Mitleidenschaft gezogen. Sämtliche Schriftstücke und Urkunden, die in der Sakristei aufbewahrt worden waren, verbrannten. Binnen eines Jahres wurde die Kirche wiedererrichtet und blieb so bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts mit den entsprechenden Umbauten je nach Stilrichtung (Romanik, Gotik, Barock) im Innern.

Da die Kirche zu klein wurde, wurde sie 1852/53 nach Westen hin verlängert. Im Jahr 1907 wurde der barocke Altar entfernt und durch den heutigen Hochaltar im neugotischen Stil ersetzt. Einige barocke Bilder und Statuen dieses Altars fanden an anderen Stellen in der Kirche einen neuen Platz.

Zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die letzte umfassende Renovierung vorgenommen.

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