Geschichtlicher Rückblick

Alte Ansicht von Nenzing


Alte Ansicht Nenzing Dorf
Wappen der Marktgemeinde Nenzing


Erste archäologische Ausgrabungen im Bereich Scheibenstuhl (südlich der Parzelle Beschling) in den Jahren 1942 und 1943 wurden als  Dauersiedlung aus der Bronze- und Eisenzeit gedeutet. Eine Grabungskampagne in den Jahren 2005 bis 2008 brachte jedoch die Erkenntnis, dass es sich beim Scheibenstuhl um einen Brandopferplatz handelt.

Auf Stellfeder stand im 4. Jahrhundert n. Chr. ein Kastell, welches von den Römern als Wach- und Aussichtsturm sowie als Zufluchtsort für die romanische Bevölkerung errichtet wurde.

Schon im 1. Drittel des 6. Jahrhunderts stand im Bereich der heutigen Pfarrkirche ein Gotteshaus. Im Rahmen von Umbauarbeiten in der derzeitigen Kirche zu Beginn der 1980er Jahre, konnte die „Unterkirche“ als die älteste Kirche in Vorarlberg nachgewiesenen werden.
In einer Urkunde vom 26. Februar 826 scheint ein „Maurentus de Nanciengos“ auf. Dies gilt als erste urkundliche Erwähnung mit dem Namen Nenzing. Im Rätischen Reichsurbar um 840 werden romanische Gutsbesitzer bzw. Lehensträger wie Seganus und Bugennus genannt.
In verschiedenen Urkunden Ende des 13. Jahrhunderts scheint das Rittergeschlecht von „Nenzingen“ auf. Mehrere Vertreter dieses Geschlechts wirkten als geistliche Würdenträger in der Bischofsstadt zu Chur (CH).

Um 1293 besaßen „Ritter von Ramschwag“ Güter im Walgau und beim „Dorf zu Nenzing“. Die Burg Ramschwag dürfte schon bald danach erbaut worden sein und wurde nach der romanischen Bevölkerung Wälsch-Ramschwag genannt.
Die Burg kam später in den Besitz der Grafen von Montfort, die sie dann um 1360 an das Haus Habsburg übergaben.
Im Appenzellerkrieg 1405 wurde die Burg zerstört und ist seit dieser Zeit eine Ruine.

1633 - mitten im Dreißigjährigen Krieg – brannte das halbe Dorf samt der Kirche ab. Bei weiteren Großbränden 1724 und 1895 wurden zahlreiche Häuser und Ställe zerstört.
Bis ins 19. Jahrhundert lebte die Bevölkerung von der Landwirtschaft. Mit dem Bau der ersten Industriebetriebe (Spinnerei, Kupferhammerwerk, Stickerei) ergaben sich erste Arbeitsmöglichkeiten im Dorf.  Einen großen Beitrag zur Industrialisierung leistete die Eisenbahnlinie zwischen Bludenz und Lindau um 1872. Mit der Eröffnung der Arlbergbahn 1884 erhielt Nenzing einen Anschluss an die Monarchie, wodurch die Beschaffung von Rohstoffen erleichtert wurde.

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1967 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold. Es stellt zwei nach rechts schreitende, goldgekrönte rote Leoparden dar. Dieses Wappen wurde am 6. Februar 1968 von der Vorarlberger Landesregierung an die Gemeinde verliehen.

Bücher über die Marktgemeinde Nenzing


Die wichtigsten Geschehnisse in der Marktgemeinde Nenzing werden fortlaufend in einer eigenen Schriftenreihe dokumentiert. Einige auch für Nenzing wichtige Themen wurden in der Schriftenreihe der ELEMENTA Walgau publiziert.


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